Evangelische Kirchengemeinde A.B. Schäßburg
Gottesdienst am 8. Sonntag nach Trinitatis – 2. August 2020

A VIII-a Duminică după Sfânta Treime, 2 august 2020 serviciu divin

2020. augusztus 2-en, Szentháromság utáni 8. vasárnap, Istentisztelet

Wochenspruch – Epheser 5,8b 9:
Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Psalm 48,2 – 3. 10 – 12. 15
2. Groß ist der HERR und hoch zu rühmen / 
in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge.
3. Schön ragt empor sein Gipfel, / 
daran sich freut die ganze Welt …
10. Gott, wir gedenken deiner Güte / in deinem Tempel.
11. Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm /
bis an der Welt Enden. 
Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.
12. Es freue sich der Berg Zion, / und die Töchter Juda seien fröhlich um deiner Rechte willen.
15. Dieser ist Gott, / unser Gott für immer und ewig.
Er ist's, der uns führet.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Epheser 5,8b – 14:
8b.Wandelt als Kinder des Lichts; 9. die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. 10. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, 11. und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. 12. Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. 13. Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht aufgedeckt wird; 14. denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. 		Der Herr segne sein Wort an unsern Herzen!
Liebe Brüder und Schwestern!
Ephesus war eine blühende Handelsmetropole der Antike, zugleich aber auch ein wichtiges Kulturzentrum. Religion – besserer noch Religionen – spielten hier ebenfalls eine wesentliche Rolle; etliche heidnische Kulte waren in Ephesus vertreten. Die Christen stellten zu jener Zeit eine zahlenmäßig unbedeutende Minderheit dar. Der wohl bedeutendste Tempel – der heute noch als Ruine in Ephesus (dem heutigen Selciuk in der Türkei) zu sehen ist – war der Fruchtbarkeitsgöttin Artemis geweiht. Das lockere Leben der Stadt – zu dem auch kultische Prostitution gehörte – hatte auf die Christen einen ambivalenten Einfluss. Es wirkte auf viele ansteckend; zugleich aber, war den Leuten bewusst, dass diese Art dem christlichen Dasein eigentlich NICHT entspricht. Möglicherweise hatte es in der Gemeinde zu Ephesus Leute gegeben, die – ganz den lokalen Gegebenheiten entsprechend – ihre Sexualität auslebten. Es gab wahrscheinlich Gemeindeglieder, die auf den eigenen materiellen Vorteil bedacht waren; solche, die Geld scheffelten und sich nicht um die Armen kümmerten. Und es gab sicherlich auch solche, die sich im Gespräch über andere gehässig äußerten. 
Ist es im Laufe der Zeit aber je anders gewesen; ist es heute etwa anders? Und wenn es immer schon so gewesen ist, stellt sich die Frage ob zwischen der Sicht des Apostels (dass der Christ bereits in höheren Sphären lebt) und der Realität, die anders aussieht, nicht ein Widerspruch besteht? In der christlichen Gemeinde sollen – so der Apostel – andere Maßstäbe gelten: Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Die Einhaltung dieser Maßstäbe ist und war nicht einfach; damals nicht und heute auch nicht. Es ist nicht nötig Beispiele anführen, wir erleben es in unserm Alltag immer wieder, dass wir selber und Menschen aus unserer Umgebung diesen Maßstäben nicht entsprechen. 
Sicherlich muss jeder zuerst sein eigenes Verhalten unter die Lupe nehmen. Auch wenn wir nicht gleich die großen Sünder sind: kommt es nicht vor, dass wir hinter dem Rücken unserer Mitmenschen diese schlecht machen? Kommt es nicht vor, dass wir an materiellen Dingen so hängen, dass diese uns gefangen nehmen? Erliegen wir nicht ab und an unserer Schwächen und Begierden?
Im Epheserbrief bekommen wir ein Handwerkzeug, welches uns hilft unser Leben so zu gestalten, dass es auf Gottes Welt ausgerichtet beleibt; eine Welt die wir jetzt wohl nur bruchstückhaft erkennen, auf deren Vollständigkeit wir aber hin streben. 
„Lebt als Kinder des Lichts“ – sagt der Apostel. Die Schöpfungsgeschichte beginnt damit, dass Gott das Licht von der Finsternis trennt. Licht ist das Symbol für Gottes Nähe. Wenn ich Gott nahe bin, dann wird es hell um mich. Wenn wir Christen als Kinder des Lichts bezeichnet werden, bedeutet das, dass wir einerseits SELBST in der Nähe Gottes sind, und dass wir andererseits diese Nähe Gottes ANDERN, also unseren Mitmenschen vermitteln. Sicherlich ist aber auch klar, dass dort wo Licht ist, da auch Schatten sein wird. Dies gilt zumindest so lange wir auf und in dieser Welt leben und die Gesetze der Physik gültig sind. Wir sind aber gerufen auf das Licht hin orientiert zu bleiben. Denn die Frucht des Lichtes ist: Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. „Als Kinder des Lichtes leben“ heißt, sich täglich neu zu bemühen, diesem Auftrag gerecht zu werden. Gott schenke uns dazu die Kraft und das nötige Durchhaltevermögen.
Lasst uns beten:		mit dem Heiligen Thomas von Aquino
Allmächtiger Gott, gewähre mir die Gnade, glühend zu ersehnen, was wohlgefällig ist vor dir, es mit Weisheit zu erforschen, und in Wahrheit zu erkennen.
Ordne meinen Lebensweg zu Lob und Ehre deines Namens. Laß mich deinen Willen erkennen und erfüllen, so wie es sich gebührt und meiner Seele Segen bringt. Laß mich in Glück und Unglück treu zu dir stehen, im Glück demütig, im Unglück stark und ungebeugt. …
Laß mich Gutes tun ohne Überheblichkeit. 
Laß mich den Nächsten ermahnen ohne Hochmut und ihn erbauen in Wort und Beispiel ohne Falschheit. …
Schenk mir, o Gott, Verstand, der dich erkennt, Eifer, der dich sucht, Weisheit, die dich findet und einen Wandel, der dir gefällt. …
Vater unser im Himmel / Geheiligt werde Dein Name / Dein Reich komme / Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. / Unser tägliches Brot gib uns heute / Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigeren. / und führe uns nicht in Versuchung, / sondern erlöse uns von dem Bösen. / Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Segen: 
Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. Amen. 





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