Evangelische Kirchengemeinde A.B. Schäßburg


NR. 48 (1/2026)




BIBELWORT ZUM GELEIT
PFARRAMTLICHER JAHRESBERICHT 2025
WELTGEBETSTAG 2026 - VON UND MIT NIGERIA
AUREL MOSORA  ŞI  AUGUST LEONHARDT
BESCHLÜSSE DER GEMEINDEVERTRETUNG
DER ZINNGIESSERTURM
GROPI DE PROVZII („KORNKAULEN”) LA SIGHIŞOARA
ÖKUMENISCHE GEBETSWOCHE UND 1700-JÄHRIGES JUBILÄUM VON NIZÄA
 




 
BIBELWORT ZUM GELEIT 

Hebräer 13,12 - 14
12. Jesus hat, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. 
13. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen. 
14. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. 

Evrei 13,12 - 14
12. Pentru aceea și Iisus, ca să sfințească poporul cu sângele Său, a pătimit în afara porții. 
13. Deci dar să ieșim la El, afară din ta-bără, luând asupra noastră ocara Lui. 
14. Căci nu avem aici cetate stătătoare, ci o căutăm pe aceea ce va să fie. 


Liebe Leserinnen und Leser, Schwestern und Brüder in Christus!
 „Draußen vor der Tür“ ist ein wichtiges Werk der deutschen Nachkriegsliteratur und eines der erschütterndsten Dramen von Wolfgang Borchert, geschrieben im Jahr 1947. Nach drei Jahren sibirischer Gefangenschaft kehrt die Hauptperson, Beckmann, zurück. 

Aber wiewohl er nach Hause kommt, so ist und bleibt er doch „vor der Tür“, so wie es der Titel der Erzählung suggeriert. Seine Frau hat inzwischen einen anderen Mann gefunden, seine Eltern haben Selbstmord begangen. Der Oberst – in dessen direktem Auftrag er einen Spähtrupp befehligt hatte, und dem er nach militärischen Gepflogenheiten Bericht erstatten und die Verantwortung zurückgeben möchte – lacht ihn nur noch aus. In seiner Verzweiflung wirft er sich in die Elbe, aber der Selbstmordversuch scheitert, da ihn das Wasser ans Ufer spült. In der Sicht des Autors kann nicht einmal Gott ihm mehr weiterhelfen, weil „an den glaubt keiner mehr“. Wolfgang Borchert beschreibt, auch wenn das hart klingt, eine Situation bzw. eine Stimmung, die sich auf dem Trümmerfeld welches jeder Krieg hinterlässt, durchaus so zugetragen haben kann. Beeindruckend und bedrückend zugleich, sind die Worte, die die Hauptperson – Beckmann – sagt: „Ich stehe draußen, wieder draußen. Gestern Abend stand ich draußen. Heute stehe ich draußen. Immer stehe ich draußen.“ Es sind Empfindungen eines Menschen, der in tiefsten seelischen Nöten steckt und sich von allem und von überall ausgeschlossen fühlt.
Jesus war zu seinen Lebzeiten eigentlich nicht draußen bzw. nicht ausgeschlossen, im Gegenteil: er war mitten unter den Menschen, er war – wie er selber beim Verhör zugibt – alle Tage im Tempel. Er lehrte, er heilte, er half. Dann aber, in den entscheidenden und zugleich auch schwersten Momenten war er draußen, besser: er wurde hinausgedrängt. Die Menschen damals warteten auf EINEN, der sichtbar die Verhältnisse verändern sollte, der Frieden und Wohlstand für alle bringen sollte, vor allem aber, der die Fremdherrschaft der Römer beenden sollte. Einen, der politisch und wenn nötig auch mit militärischer Gewalt etwas verändern solle. Einer der selbst Leid ertragen sollte, der mit Armen und Sündern, mit Prostituierten und Zöllnern Gemeinschaft verkehrte, für den hatten sie KEIN Verständnis. So endete sein Leben, außerhalb der Stadt, ausgestoßen von der Gemeinschaft; am Kreuz, dem Zeichen der Schmach und der tiefsten Verachtung. Sein Leben endete „draußen vor dem Tor“. So wurden zu der Zeit nur Schwerstverbrecher hingerichtet. Bis heute ist das Kreuz vielen Menschen ein Anstoß oder zumindest eine unbegreifliche Sache. Ausgeschlossen aus dem Leben, aus dem pulsierenden Geschehen der Zeit, Einsamkeit, Verlassenheit und Verachtung beinhalten genau das, was Wolfgang Borchert umschreibt. Ob „draußen vor dem Tor“ (Hebräer 13,12) oder „Draußen vor der Tür“ (Wolfgang Borchert) ist dasselbe.
Um das zu begreifen, was der Hebräerbrief uns mitteilen möchte, muss man den Kontext, in dem er geschrieben ist, näher beleuchten. Die Zeit der Abfassung des Hebräerbriefes ist um die erste nachchristliche Jahrhundertwende anzusetzen. Die christliche Kirche setzte sich zu jener Zeit mit der jüdischen Tempel- und Opfertheologie auseinander. Der unbekannte Schreiber ist ein genauer Kenner des jüdischen Glaubens und vor allem des Tempel- bzw. Opferkultes. Den Opferkult sieht er in und durch Jesus Christus als endgültig überwunden bzw. als erfüllt an. Im Hebräerbrief wird Jesus als der Hohepriester bezeichnet, der sich selbst ein für alle Mal als Opfer dargebracht hat. Von diesem Standpunkt her argumentiert der Schreiber des Hebräerbriefes: dieser Tod war nicht sinnlos oder vergeblich. Konkret wird in diesem Bibeltext auf das Opferritual am Versöhnungstag der Juden, den „Jom Kippur“, Bezug genommen. Das Blut der Tiere wurde als Sühneopfer ins Allerheiligste des Tempels gebracht, während die Körper dieser Tiere draußen vor dem Tor verbrannt wurden. Der Schreiber des Hebräerbriefes konnte bei seinen Lesern die jüdischen gottesdienstlichen Bräuche einigermaßen als bekannt voraussetzen, wenn er schreibt: „Jesus hat, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor.“ 
Was haben wir aber damit zu tun oder inwiefern betreffen uns diese Aussagen bzw. Bilder? Mit dem jüdischen Opferkult verbindet uns heute in der Tat wenig bis gar nichts mehr. Aber auch das Bild von „draußen“ und „drinnen“ in dem Sinne, dass es drinnen gut und draußen schlecht ist, hat kaum noch Relevanz. Im Zeitalter von Drohnenkriegen, die in Windeseile an jeden beliebigen Ort dieser Welt gelangen können, nehmen wir einfach nur sehr viel Sinnlosigkeit wahr.

Wir befinden uns in der Fastenzeit; eine Zeit, in der uns nahe gelegt wird Verzicht zu üben, um unsere Aufmerksamkeit auf viel tiefgründigere Dinge lenken zu können. Gerade in solchen Momenten und Situationen, wie wir sie gerade erleben, ist es sinnvoll „in sich zu gehen“, zu beten und zu meditieren. Die „Schmach Christi tragen“ heißt auch das: in dieser Welt, die wir nicht (mehr, oder immer weniger) verstehen, uns zu IHM zu bekennen. Denn – und jetzt kommt es – es gibt eine Verheißung: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, aber die zukünftige suchen wir.“ Dabei kann der Begriff „zukünftig“ natürlich auch so verstanden werden, dass wir uns auf etwas vertrösten, worauf noch zu warten ist (wie lange, weiß Gott allein). „Zu-kunft“ ist hier aber auch als das zu verstehen, was auf uns entgegenkommt, eben „zu-kommt“. Darum (und nur darum) dürfen wir Hoffnung schöpfen, die sich schon hier in diesem Leben auswirkt.
In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern des Schäßburger Gemeindebriefes eine von geistlicher Erfüllung durchdrungene Fastenzeit und dann ein frohes uns gesegnetes Auferstehungsfest!
Stadtpfarrer Dr. Hans Bruno Fröhlich


 




 





4) Konfirmanden- und Religionsunterricht
Im Schuljahr 2024 / 2025 gab es eine Gruppe von 6 Konfirmanden. Die Konfirmandenprüfung fand am Samstag, dem 3. Mai 2025 statt, während es die feierliche Einsegnung und das erste Abendmahl für die Konfirmanden am Sonntag Misericordias Domini, dem 4. Mai 2025 gab. Diese denkwürdigen Feste sind nicht mehr selbstverständlich, da es in den zwei folgenden Jahren aller Voraussicht nach keine Konfirmanden gibt. 


In der Grundschule wird der Religionsunterricht von den Lehrerinnen gehalten.


5) Kirchenmusik
Hans Bruno Roth hat sich mittlerweile gut in den Kantorendienst eingefunden. Sporadisch springt Altkantor Theo Halmen für Vertretung ein. Kirchenmusikalische Darbietungen im Rahmen der Hauptgottesdienste oder zu Festtagen (Ostern, Pfingsten, Weihnachten) gab es, wie folgt: 12-mal sang der Kirchenchor, 5-mal spielte der Posaunenchor und 7-mal gab es Soloeinlagen (Gesang + Orgel oder Flöte + Orgel). Daran beteiligt waren die beiden Kantoren Bruno Roth und Theo Halmen, sowie die Solistinnen Jutta Martini, Agathe Halmen oder Erika Klemm.



Die Sommerkonzertreihe, die vom 28. Mai bis 19. September 2025 jeweils am Freitag um 18 Uhr stattgefunden hat (Programm: siehe oberes Bild), wurde auch in diesem Jahr, zum zweiten Mal bereits, finanziell vom Bürgermeisteramt mit gefördert. Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle nicht nur Bruno Roth, der sich um das Organisatorische kümmerte, sondern auch den Mitarbeiterinnen im Pfarrbüro – Frau Z. Achim und Frau D. Cravciuc – die den damit verbundenen bürokratischen Aufwand schulterten.

6) Frauenarbeit
Hier wäre der Weltgebetstag (WGT) zu erwähnen, der nach wie vor von den Frauen der sechs historischen Kirchen in ökumenischer Weise und dreisprachig (ungarisch, rumänisch, deutsch) gestaltet wird. Am 7. März 2025 ist er in der Reformierten Kirche gehalten worden. Das Programm zum Thema „Wunderbar geschaffen” war von den Cookinseln vorbereitet worden. 

7) Seniorenveranstaltungen
In der Gaststätte „Imperial“ wurde am Donnerstag, dem 3. Juli 2025 ein Seniorentreffen vom Presbyterium organisiert. Auf ein weiteres Seniorentreffen im Herbst wurde verzichtet, da (wie schon in den vergangenen Jahren nach der Pandemie) am 



Erntedanksonntag, dem 5. Oktober 2025, ein gemütliches Beisammensein im Rahmen des vom Forum organisierten Herbstfestes in der „Casa Wagner“ stattfand.

8) Ökumene
Wie bereits weiter oben angedeutet, gab es folgende ökumenische Veranstaltungen bzw. Gottesdienste: 
•	die »Ökumenische Gebetswoche« in den sechs historischen Kirchen, vom 19. bis 24. Mai, täglich 1800 Uhr, wobei dieses Jahr das Jubiläum „1700 Jahre seit dem Ersten ökumenischen Konzil von Nizäa“ im Fokus stand; die beiden letzten Ausgaben des Gemeindebriefes, Nr. 46 und 47 berichteten ausführlich darüber.
•	Zum Schulschluss der 12. Klassen gab es am Mittwoch, dem 4. Juni auf dem Schulberg eine ökumenische Andacht (Pfr. P. Bleahu und Stpfr. B. Fröhlich) bzw. am Donnerstag, dem 12. Juni für die 8. Klassen (Pfr. M. Ceuşan und Stpfr. Fröhlich). Bei der Schuleröffnung am 8. September wurde um 9 Uhr eine ökumenische Andacht am Schulberg für das Lyzeum (Pfr. P. Bleahu und Stpfr. Fröhlich) gehalten, während die Grundschule um 10 Uhr in der Klosterkirche den Eröffnungsgottesdienst feierte (Fröhlich).  
•	der Ökumenische Abendmahlsgottesdienst am Reformationstag (31.10.2025, 1800 Uhr) fand diesmal in der Reformierten Kirche zusammen mit dem neuen Pfarrer Imecs Lajos statt. Die zweisprachige (ungarisch/deutsche) Liturgie gestaltete Pfn. Pünkösdi Emese Csilla zusammen mit Stpfr. B. Fröhlich.

9) Öffentlichkeitsarbeit
Unsere Webseite http://ev-kirche-schaessburg.ro oder http://ev-kirche-schaessburg.eu wird nach wie vor von Herrn Matthias Schenkel / Heidelberg professionell betreut. 
Im vergangenen Jahr wurde der Gemeindebrief zweimal herausgegeben, wobei wir es in den letzten Jahren so gehalten haben, dass er kurz vor der jeweiligen Gemeindevertretungssitzung gedruckt und in der Sitzung den Mitgliedern der Gemeindevertretung ein Exemplar gegeben wird.

10) Diakonie
Von Diakonie-Beauftragten Zsuzsanna Nagy
Die Betreuungsdienste, welche in- und außerhalb der Stadt geleistet werden, umfassten Folgendes:
1.	Essen auf Rädern: Transport von warmen Mahlzeiten an jedem Wochentag zwischen 12 und 13 Uhr an 7 Personen. Hier ist zu erwähnen, dass im Sommer mehr Personen diesen Dienst in Anspruch genommen haben, und zwar 9 – 10, (und zwar diejenigen, deren Angehörige während der Ferien nicht zu Hause waren).
2.	Hausbesuche wurden auf Verlangen durchgeführt und „Begleitbesuche“:
  a.	zum Haus- und Facharzt (Schäßburg, Neumarkt, Hermannstadt)
  b.	zu verschiedenen Untersuchungen (Laboranalysen, Tomographie, Enzephalogramm, MRT usw.)
3.	Einlösen von Rezepten aus der Apotheke
4.	Besuche in den Altenpflegeheimen in Denndorf (Gemeindeglied I. P.) und Hetzeldorf (Gemeindeglied E. T.)
5.	Wöchentliche Hausbesuche bei Gemeindemitglied B. W. (da sie nicht mobil ist) sowie wöchentliche Einkäufe oder Bezahlung von Rechnungen und Steuern.
6.	Verteilung von Hygieneartikeln an Bedürftige, wie z. B.: Windeln für Senioren, Gehhilfen, Rollstühle, Krankenhausbetten, Toilettenstühle oder Duschstühle.


11) Bautätigkeiten und Verwaltung
Von Verwalter Dieter König
Auch das Jahr 2025 war ein besonderes, herausforderndes Jahr, in dem unter dem Geleit und dem Segen Gottes vielseitige Aufgaben verwaltungstechnischer Natur bewältigt und zufriedenstellend gelöst wurden.  Neben den üblichen jährlichen Leistungen im Bereich der Verwaltung, sind für das Jahr 2025 einige Errungenschaften zu verzeichnen:



•	In einer zweiten Etappe wurden in diesem Jahr die Reparatur- und Renovierungsmaßnahmen an dem Zinngießerturm fortgesetzt. In dieser Etappe wurden der Dachstuhl und das Dach restauriert. Die Arbeiten wurden von dem Verein „Ambulanța pentru monumente“ („Ambulanz für historische Denkmäler”) unter der Leitung von Arch. Eugen Vaida und Projektleiterin Dr. Ing. Imola Kirizsán durchgeführt. Der Zinngießerturm ist eine der wenigen vom „Großen Stadtbrand” (1676) verschont gebliebenen Bauten. Daher ist dieser Turm ein wichtiges, historisches Baudenkmal, mit einem Dachstuhl dessen Anfertigung zwischen den Jahren 1460 – 1470 datiert wurde! Desgleichen wurden Dachstuhl und Dach über dem Wehrgang zwischen den zwei Türmen (Zinngießer- und Gerberturm) saniert. Die Stützmauer über dem Eingang zum Bergfriedhof war auch von großen Rissen durchzogen und drohte einzubrechen. Die Sanierung dieses Mauerabschnittes wurde auch im letzten  Jahr  begonnen
•	Für die Sicherheit verschiedener Gebäude aus dem Eigentum der Kirchengemeinde und im Sinne der gesetzlichen Vorschriften, wurden für die regelmäßige Kontrolle und Wartung der verschiedenen technischen Einrichtungen wie: Heizanlagen, Alarmanlagen, Blitzableiter, Feuerlöscher usw. gesorgt.
•	Auch im Jahr 2025 wurden Mietverträge und Pachtverträge für Gemeindegut (Immobilien, Räumlichkeiten, Grundbesitz)  ausgearbeitet und aufgesetzt.
•	Im Rahmen des Gemeindelebens hat die Verwaltung immer wieder einen bedeutenden Beitrag zu den verschiedenen kirchlichen Ereignissen geleistet, wie: Geselliges Beisammensein zu Ostern, Seniorentreffen, Sommertreffen der Nachbarschaften, Besuche von Delegationen u.v.m.
•	Dank intensiver gemeinsamer Bemühungen, aber auch dank der finanziellen Unterstützung seitens der Spender, konnte unsere diakonische Tätigkeit über den Einsatz von unserer Diakonieschwester Nagy Zsuzsanna weitergeführt werden. Doch der Bedarf und die große Anzahl der Bedürftigen in diesem Bereich, bilden auch in Zukunft eine der bedeutendsten und schwierigsten Aufgaben für unsere Gemeinde. 
•	Vom sozialen und wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen, sowie unter Berücksichtigung der aktuellen Geschehnisse in der ganzen Welt, war auch das Jahr 2025 eine große Herausforderung. Wir alle dürfen/sollten für Zusammenhalt und Frieden beten und in allem den Glauben an eine gute Zukunft nicht verlieren.
Ich möchte auf diesem Wege ein Wort des Dankes an die Arbeitskollegen, Ehrenamtlichen, Partner, Spender und Freunde richten, ohne deren Mitwirkung vieles gar nicht möglich gewesen wäre.

12) Erwähnenswertes
Die Gemeindevertretung ist im Jahr 2025 zu zwei Sitzungen zusammen gekommen: am 2. März und am 23. November, wobei einer der wichtigsten Punkte der Tagesordnung die Annahme der Kirchenrechnung war, u. zw. in der Frühjahrssitzung; in der Herbstsitzung wurde der Haushaltsvoranschlag beschlossen sowie die Wahl der Kuratorin und des Presbyteriums vorgenommen.
Am letzten Märzwochenende (28. – 30. März 2025) fand das Schäßburger Treffen in Dinkelsbühl statt, zu dem wir mit einer kleinen Delegation aus Schäßburg angereist waren. Anlässlich dieses Treffens wählte die HOG einen neuen Vorstand. Mit dem neuen Vorsitzenden Alfred Theil gibt es bereits gute Verbindungen.
Zu Christi Himmelfahrt (29. Mai 2025) gab es im »Hotel Sighișoara« ein Treffen mit Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, der sich mit einer Delegation aus der Partnerstadt Dinkelsbühl zu den Deutschen Kulturtagen nach Schäßburg aufgemacht hatte. Im Rahmen dieser vom Demokratischen Forum organisierten Kulturtage (30. Mai – 1. Juni 2025) zum Thema „Überschwemmungen vor 55 (im Jahr 1970) und 50 (1970) Jahren“  wurde im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst die neue Brücke im Mühlenhamm eingeweiht, die nun den Namen „Otto-Lurtz-Brücke“ trägt: dies in Erinnerung daran, dass bei der Überschwemmung von 1970, der im Jahr 2018 verstorbene Ehrenbürger der Stadt Otto Lurtz mit seinem Boot mehr als 50 Menschen vor dem sicheren Tod durch Ertrinken gerettet hatte. 



Das ökumenische Event des Jahres 2025 – die Feier der 1.700 Jahre seit dem I. Konzil von Nizäa – wurde nicht nur hier in Schäßburg im Rahmen der Ökumenischen Gebetswoche begangen (die Gemeindebriefe Nr. 46 und 47 berichteten ausführlich darüber). Bei der Konferenz „The European Dimension of the First Ecumenical Council” in Craiova, welches vom 8. – 11. Juli stattfand und von der dortigen Orthodoxen Kirche organisiert wurde – Gastgeber war Metropolit Irineu – war der Unterzeichnete eingeladen einen Vortrag zu halten. Ebenso gab es ein Symposium in Hermannstadt vom 14. – 16. November unter dem Titel „From the Local to the Universal Synodality“, organisiert von der dortigen Orthodoxen Theologischen Fakultät, zu dem ich eingeladen worden war.  
Am 17. Juli 2025 fand die Trauerfeier für Frau Dr. Karla Schmaltz in der Kirche „Unser-Lieben-Frauen“ in Bremen statt. Zusammen mit ihrem Mann Peter Schmaltz (langjähriger Präsident des Diakonischen Werkes Bremen) hatte sich Frau Dr. Karla Schmaltz nach der Wende 1989 dafür eingesetzt, dass hier in Schäßburg unsere Diakoniestation entstand und das Pflegenest gegründet wurde. Gott möge sie in Seinem Frieden ruhen lassen und vergelte ihr reichlich, was sie an vielen Menschen Gutes getan hat. 
Im vorhergehenden Kapitel 11 bereits erwähnt (Verwaltungsbericht von Dieter König) ist die Renovierung des Dachs des Zinngießerturmes im Sommer des Jahres 2025: eine Arbeit die unter Anleitung von Arh. Eugen Vaida und einer großen Zahl von Freiwilligen (hauptsächlich angehende Architekturstudenten, aber nicht nur) geschah. Auch dazu gab es im Schäßburger Gemeindebrief (Nr. 47) einen ausführlichen Bericht dazu, verfasst von einem der freiwilligen Helfer, einem Schäßburger Urgestein: Heinz Lahni. 
Im November fanden die kirchlichen Wahlen statt. Gewählt wurden am 9. November 2025 die Hälfte der Gemeindevertretung und die Abgeordneten für die Bezirkskirchenversammlung, während zwei Wochen später (16. November 2025) die Kuratorin bzw. die Hälfte des Presbyteriums gewählt wurden. Auch darüber berichtete der vorhergehende Gemeindebrief (Nr. 47) ausführlich.  
Am 10. Dezember gab es eine Weihnachtsfeier für Angestellte und Ehrenamtliche der Gemeinde sowie von bereits im Ruhestand sich befindenden ehemaligen Angestellten. Das gemütliche Beisammensein fand in der „Alten Post“ statt. In diesem Rahmen wurden Altkurator Dieter Zikeli bzw. Altkirchenvater Günther Müller und Altkirchenmutter Annemarie Iclozan mit herzlichem Dank für ihren jahrzehntelangen ehrenamtlichen Dienst verabschiedet. Willkommen geheißen und zum neuen Ehrenamt beglückwünscht wurden die neue Kuratorin Lieselotte Baier, sowie die neu gewählten Presbyter Helmut Bagyi, Jutta Martini und Thea Misselbacher. 



Am 22. Dezember 2025 gedachten, wie jedes Jahr, Vertreter von Kirche und Forum an der Ausfahrt nach Schaas der drei Siebenbürger Sachsen Martin Wultschner, Michael Wultschner und Michael Riemner, die in den politischen Wirren vor 36 Jahren dort erschossen wurden und unschuldig ihr Leben lassen mussten. Der Gedenkfeier vorangegangen war eine Seelenmesse („Parastas“) für die Verstorbenen, die Pfr. P. Bleahu in der Orthodoxen Kirche („Catedrală“) mit ökumenischer Beteiligung gehalten hatte. 


 


 
WELTGEBETSTAG 2026 - VON UND MIT NIGERIA



Bereits zum 29. Mal wurde in Schäßburg der Weltgebetstag in ökumenischer Weise von den Frauen der sechs historischen Kirchen organisiert und gefeiert. Reihum trifft man sich jedes Jahr, wobei diesmal die Orthodoxe Kirche Gastgeberin war. Eingeladen hatten Pfarrerehepaar Sânziana und Olimpiu Burlea in die nach 1990 neben der Schäßburger Feuerwehr erbauten und vor nicht allzu langer Zeit frisch ausgemalten Kirche mit dem Patrozinium „Nașterea Maicii Domnului“ (Geburt der Gottesgebärerin). So viele Gottesdienstbesucherinnen wie noch nie (und nicht wenige Besucher) waren diesmal anwesend – um die 150 Personen – und so betete man, las aus der Bibel und sang, wie immer bei ökumenischen Ereignissen in Schäßburg in rumänischer, ungarischer und deutscher Sprache. Dass das auch in der Orthodoxen Kirche möglich ist, dafür ist die Stadt Schäßburg ein Beispiel und ein Vorbild. In dieser Ausgabe des Gemeindebriefes bringen wir den Beitrag in rumänischer Sprache von Frau Angela Maria Drăgoi, einer der beteiligten Frauen seitens der gastgebenden Kirche. Ihren Bericht stellt sie unter den Titel: 

IUBIRE și UNIRE în RUGĂCIUNE
(Liebe und Einheit im Gebet)
 
6 martie 2026, a fost o zi deosebită pentru comunitatea din Sighișoara. În această lună parcurgem o perioadă a Postului Sfintei Învieri a Domnului Hristos, în care întreaga natură înmugurește, pregătindu-și culorile și noile miresme ale vieții. Veșmântul de iarbă și frunze își înnoiește strălucirea de smarald, îmbrățișând pământul odihnit și dornic de tinerețea primăverii. Este foarte aproape și ziua sărbătoririi femeilor, a celor dătătoare de viață, a mamelor, este sărbătoarea care omagiază iubirea lor, dăruirea, munca și spiritul de sacrificiu pentru cei din jur, pentru copii, familie și societate.



A devenit împământenit în orașul nostru, obiceiul de a sărbătorii și o altă zi, care reprezintă de asemenea femeile creștine. Este „Ziua mondială de Rugăciune”, organizată în acest an de femeile ortodoxe din Protopopiatul Sighișoara. Găzduirea evenimentului s-a făcut prin bunăvoința Parohiei Ortodoxe IV Sighișoara, la Biserica Ortodoxă „Nașterea Maicii Domnului”. 



Sighișoara este locul în care de foarte mulți ani se sărbătorește această zi într-un mod deosebit, pentru că în același locaș de cult se strâng pentru a înfăptui această Rugăciune, femei aparținând tuturor confesiunilor religioase din localitate: ortodoxe, romano-catolice, greco-catolice, reformate, unitariene și evanghelice. Organizarea evenimentului se face prin rotație, cu ajutorul reprezentantelor tuturor confesiunilor. Astfel, fiecare confesiune are rolul de gazdă organizatoare, la un interval de șapte ani. 



Această rugăciune a femeilor are darul de a ne apropia de Dumnezeu, de a ne spori credința și încrederea că greutățile întâmpinate în viață își vor găsi rezolvarea, iar odihna și pacea lăuntrică vor poposi în sufletele și trupurile noastre. Programul a fost scris în acest an, de un grup de femei creștine ecumenice din Nigeria, ca răspuns la tema: „Eu vă voi da odihnă, veniți!” (Matei 11,28 - 30). 



Aceste femei nigeriene au reflectat asupra temei din perspectiva experiențelor proprii, cu speranța că și alte femei din lume vor fi inspirate și se vor uni în rugăciune cu ele, pentru pacea și odihna lumii.
Curând, femeile sighișorene invitate au început să sosească și cu smerenie au trecut pragul frumoasei Sfinte Biserici Ortodoxe „Nașterea Maicii Domnului”. Chipurile lor iradiau bucurie, seninătate, oglindind sufletele curate, pregătite să întâmpine cuvântul de deschidere al Preotului Paroh. A fost urmat de cel al femeilor ortodoxe și continuat cu o prezentare a unor caracteristici geo-grafice, sociale și religioase ale Nigeriei. Au continuat femeile reformate care au prezentat o scurtă scenetă „Povara Chiomei” și au interpretat cu măiestrie un cântec religios.



O latură poate surprinzătoare pen-tru unii este faptul că fiecare confesiune  și-a susținut partea din program, în limba maternă! Acest aspect denotă respectul și buna comuniune care există între creștini. Este o notă bună acordată societății care întotdeauna trebuie să se bazeze pe iubire și înțelegere față de aproapele nostru!
Au urmat celelalte confesiuni prezente: romano-catolicii, greco-catolicii, evanghelicii, care și-au prezentat programul alcătuit din citirea unor fragmente din scriptură, rugăciuni de intercesiune și povestiri cum a fost „Povestea lui Jato”, interpretată de femeile unitariene.
Ultima parte a fost susținută de reprezentantele femeilor ortodoxe, încheierea aparținând Preotului Paroh, alături de care întreaga asistență a rostit în cor rugăciunea „Tatăl Nostru”!



Finalul acestui eveniment a aparținut Grupului Folcloric „Doina” din comuna Albești, căruia îi mulțumim pentru interpretarea din repertoriul său a două pricesne, ascultate cu plăcere și interes de cei prezenți: „Veniți, creștini la rugăciune” și „Iisus ne cheamă jalnic ”.



Această Rugăciune comună a femeilor din toate confesiunile, care se desfășoară de zeci de ani în blândul oraș de pe Târnava Mare dovedește buna înțelegere și toleranța pe care creștinii trebuie s-o manifeste unii față de alții. Unirea tuturor în rugăciune nu poate aduce decât bucurie și pace, iubire între toți cei care suntem egali în fața lui Dumnezeu!
Mulțumim celor care s-au implicat în buna desfășurare a Rugăciunii, pentru florile și tratația din partea Parohiei Ortodoxe IV Sighișoara!


 
 




 
AUREL MOSORA  ŞI  AUGUST LEONHARDT
Povestea unui duel din primăvara anului 1930 la Sighișoara
de Dr. Nicolae Teșculă

La nivelul unei comunități există o serie de povești și zvonuri, care prin natura lor extraordinară au tendința de a deveni  cu timpul, adevărate mituri urbane. La nivelul orașului Sighișoara unul dintre miturile propagate în secolul XX a fost acela al unui duel, cu rolul de a regla anumite diferende între două personalități locale ale perioadei interbelice. Este vorba de dr. August Leonhardt și Aurel Mosora. Ambii au avut privilegiul, în epocă, de a deține funcția de primar al urbei. Acest eveniment, de cele mai multe ori, este pus în legătură cu alegerile locale din anul 1934.
	Avem de a face cu o poveste cu iz medieval, de capă și spadă, care nu ar fi de conceput într-o societate modernă. După cum se știe ideea de duel era condamnată încă din Evul Mediu de către autoritățile ecleziastice și de către cele laice. În epoca modernă, din perspectivă juridică, duelul a iscat o serie de polemici. Una dintre ele era legată de ideea că duelul aducea atingere integrității persoanei sau a statului. Majoritatea juriștilor au ajuns însă la concluzia că acesta aducea atingere persoanei și trebuia sancționat. De asemenea, se dorea pedepsirea nu doar a consecințelor ci și a intenției. De obicei se opuneau să fie pedepsiți medicii și martorii participanți și toți erau de părere că provocatorul trebuia să fie pedepsit mai aspru decât provocantul. 
	Provocarea unui duel avea la bază un anumit cod al onoarei. Practic prin ofense simple, ofense calomniatorii sau prin ofense cu lovire și rănire se putea provoca un duel. Pentru desfășurarea lui  era nevoie ca cei doi protagoniști să fie persoane mature, cu vârsta de peste 21 de ani.  După provocarea unui duel și răspunsul favorabil al părții adverse, se alegeau armele, martorii și locul de desfășurare. În privința ultimului aspect, acesta trebuia să fie neted, nealunecos, într-un loc umbros, ca să poată permite retragerea. În privința opririi duelului acesta se putea opri la prima rană provocată. Dacă rănitul continuă lupta, aceasta este privită ca o dorință de continuare. Martorii erau cei care stabileau cine este câștigătorul, iar în caz de neînțelegere se apela la un juriu de onoare. Decizia acestuia era definitivă.
     	Revenind la cei doi protagoniști, amintiți mai sus, primul, dr. August Leohnardt (1867-1936) a fost primar al Sighișoarei între anii 1910-1932. A preluat mandatul de primar de la Friedrich Walbaum și l-a condus până la pensionarea sa în anul 1932. A condus destinele vechiului burg de pe Târnava Mare într-o perioadă complicată a Primului Război Mondial și Unirii Transilvaniei cu România la 1918. Practic, prin jurământul său de fidelitate față de Regele Ferdinand I la începutul anului 1919, a asigurat transferul pe cale pașnică a administrației publice locale, către autoritățile române. 
Aurel Mosora s-a născut la 26 noiembrie 1894, la Sighișoara. A urmat cursurile primare, la Școala Germană din Sighișoara, apoi și-a continuat studiile la Braşov, unde și-a dat bacalaureatul la Școala Superioară de Comerț. În 1914, fiind student al Academiei Comerciale din Viena, a fost nevoit să-și întrerupă studiile, fiind încorporat și trimis pe front. După 1920 va activa politic, fiind membru al  Partidului National Liberal. La alegerile locale din 1934, liberalii au obținut majoritatea în Consiliul comunal al orașului și l-au ales pe Aurel Mosora în funcția de primar, fiind astfel primul român, care accede la conducerea urbei. Din această poziție a reușit să administreze foarte bine orașul. Încheie mandatul de primar, în anul 1938. După 1945, a încercat să revină în viața politică, candidând la alegerile din 1946, din partea PNL. Ca să nu fie ales, a fost arestat. Averea i-a fost naționalizată și Aurel Mosora a fost încarcerat, pe rând, la închisorile de la Văcărești, Gherla, Aiud, Ghencea, Brașov și în lagărul de muncă de la Poarta Albă. A fost eliberat din penitenciarul de la Caransebeș, slăbit și bolnav. Moare la 6 mai 1962, în Cluj. Este înmormântat în Sighișoara.
Dincolo de mitul urban, sursele documentare atestă existența unui duel între cei doi, dar nu în anul 1934, ci în 1930. Cauza nu a fost lupta electorală, ci anumite diferende financiare între Primăria Sighișoarei și Aurel Mosora. Sursele stabilesc că acest duel a avut loc în ziua de joi 10 aprilie sau vineri 11 aprilie 1930. Diferendele au pornit de la o datorie față de primărie a Hotelului Steaua de Aur, unde proprietar era Aurel Mosora. Acesta a primit niște eșalonări, dar i s-a emis și un ordin de popire pe bunuri din partea administrației financiare a Primăriei Sighișoara. 
Mosora a mers la primărie pentru a primi explicații pentru acest ordin și cu această ocazie, pe holurile Primăriei (azi Hotel Sighișoara) are loc o dispută cu primarul în funcție dr. August Leonhardt, care degenerează într-o îmbrânceală. Se caută refacerea onoarei, nu știm însă din partea căruia !. A  doua zi a avut loc duelul în Clădirea »Gewerbeverein« (azi cunoscută drept Clădirea Perla). Ziarele locale și cele centrale nu pomenesc de duel, însă cele maghiare din Budapesta pomenesc de acest duel cu lux de amănunte. Astfel, Magyar Újság scrie: „Ieri dimineață, primarul Leonhardt și Aurel Mosora, proprietarul hotelului Steaua din Sighișoara, au rezolvat un incident neplăcut în conformitate cu regulile cavalerismului. În timpul duelului, primarul Leonhardt a suferit răni ușoare, în timp ce Mosora a primit o lovitură în față. Duelul a fost precedat de vizita lui Mosora la biroul lui Leonhardt în interes de serviciu, unde între cei doi a izbucnit o ceartă. În toiul evenimentului, disputa s-ar fi transformat într-o altercație fizică minoră. Detaliile acestei aventuri cavalerești sunt discutate cu mare entuziasm în Sighișoara.” 
Dintr-o altă relatare din Budapesta, a Magyarság,  aflăm : „Proprietarul unui hotel l-a agresat pe primar. Rapoarte din Sighișoara: Aurel Mosora, proprietar de hotel și ofițer militar în rezervă, l-a agresat brutal pe respectabilul primar al orașului, August Leonhardt. Leonhardt voia să discute despre neplata facturii de către hotel, dar proprietarul hotelului s-a aruncat asupra primarului în vârstă, l-a doborât la pământ și l-a bătut atât de rău cu un baston încât acesta a trebuit să fie dus la spital. Cazul va fi continuat după sărbători, iar autoritățile au întrerupt și alimentarea cu apă a hotelului.” Iar, mai apoi, suntem informați de o: „Luptă cu săbii între primarul sas și proprietarul hotelului românesc. O luptă spectaculoasă cu săbii a avut loc în sala mare a vechiului »Gewerbeverein« din Sighișoara. Dr. Leonhardt August, primarul sas, a fost insultat în biroul său de Aurel Mosora, proprietarul român al hotelului Steaua din Sighișoara. După incidentul jenant, cei doi s-au duelat. Primarul Leonhardt a fost ușor rănit. Mosora a primit o lovitură în față. Detaliile incidentului sunt discutate cu mare entuziasm în Sighișoara.”
Din analiza surselor aflăm că acest duel a avut loc în 10 sau 11 aprilie 1930. Persoanele implicate au fost dr. August Leonhardt, primar în funcție și pe Aurel Mosora, la acea vreme proprietar al Hotelului Steaua. Disputa a fost o datorie a lui Mosora față de primărie. Deși în urma disputei din incinta primăriei primarul a ieșit șifonat, nu credem că acesta a ajuns la spital cu răni grave deoarece, toate sursele documentare arată ca a doua zi a avut loc duelul. Ofensați, unul sau poate ambele persoane implicate au solicitat duel. Locul acestuia a fost o încăpere din clădirea »Gewerbeverein«. Locul corespundea codului de onoare al duelului: era un loc umbros, neted, nu era alunecos și cel mai important, era departe de ochii indiscreți. Toate sursele menționează că ambii duelanți au fost răniți. Sursele sunt ambivalente cu privire la reputația de duelant al celor doi. Cu toate că cei doi nu s-ar fi împăcat, după alegerile din anul 1934 când Aurel Mosora ajunge primar, pe dr. August Leonhardt, îl găsim ocupând funcția de ajutor de primar.
Ciudată este tăcerea și secretomania presei locale de limbă germană  precum și a celei de limbă română cu privire la duel. Probabil se urmăreau protejarea protagoniștilor de o eventuală cercetare penală, despre care nu avem informații că ar fi avut loc. 
Dincolo de incidentul personal între cei doi, acest duel reflectă disputele politice existente între populația germană și cea românească a urbei, care în această perioadă ajunge să fie de o pondere aproximativ egală, dispută care va aduce în cele din urmă la victoria lui Aurel Mosora în 1934, ca primul primar de origine română al Sighișoarei. 

 
 




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Evangelische Kirchengemeinde A. B. Schäßburg

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