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Evangelische Gotteshäuser in Schäßburg
 
Die Bergkirche
 

 
 
Die Jahreszahlen 1484, 1488 (in der Bergkirche) nach der Restaurierung für jeden sichtbar, lassen darauf schließen, dass seit dem Ende des 15. Jh. keine wesentlichen Veränderungen mehr vorgenommen wurden.
Vor dem Umbau der sich über mehrere Bauphasen hingezogen hat, gab es eine kleinere im romanischen Stil gebaute Kirche (etwa 13 Jh.), deren Fragmente in der Krypta (unter dem Chor der „heutigen Bergkirche”) erhalten sind.
Beim Bau der größeren, gotischen Kirche, wurde der Bauplatz auf dem Schulberg zu klein. Es wurde Erde aufgeschüttet und so entstand aus der Kirche eine Krypta. Wir warten allerdings auf eine vollständige Dokumentation von Dr. Christoph Machat, die nach den jetzigen umfassenden Arbeiten (Sondierungen, Ausgrabungen usw.) erscheinen wird und die natürlich sehr viel genauer Bescheid geben kann.
 
 
Fresko zur Georgslegende
 


 
 
Die Klosterkirche
 

 
 
Bei der Klosterkirche sieht es folgendermaßen aus. Nach dem Mongolensturm 1241 kamen die Dominikaner auch nach Siebenbürgen. Wir haben einen Ablassbrief vom Papst Bonifacius VIII. vom 20.03.1298, wo das Kloster und die Marienkirche (in romanischem Stil) auf der Burg als schon bestehend erwähnt werden. D.h. dass die Bauphase vorher schon (50-er, 60-er, 70-er Jahre ???) anzusetzen ist. Nachdem das ausgehende 15. Jh. wirtschaftlich besser gewesen sein muss, konnte auch das Kloster es sich leisten, die Kirche zu vergrößern. Die aktuelle Klosterkirche ist allerdings eine Mischung aus Gotik und Barock, da es 1676 einen großen Brand gab, dem fast die ganze Burg zum Opfer gefallen war. In der Klosterkirche verbrannte alles was Holzarbeit war, auch das Gewölbe über dem Kirchenschiff stürzte ein.
In der Reformationszeit (erste Hälfte des 16. Jh.) schlossen sich die Siebenbürger Sachsen der lutherischen Reformation an, so auch die Schäßburger. Die Mönche wurden vertrieben, die Klostergebäude säkularisiert und alles mögliche dort untergebracht (lange Zeit waren es Schulen, um eine Zeit tagte auch der Stadtrat). 1886 wurden die Klostergebäude abgetragen, so dass wir heute nur noch die (Kloster)kirche haben. Der Name zeugt aber von der „klösterlichen” Vergangenheit. Die Bergkirche war vor der Reformation die eigentliche "Pfarrkirche". nach der Reformation konkurrierte die Klosterkirche mit der Bergkirche um diesen Rang. Aus heutiger Sicht muss man sagen hat die Klosterkirche „gewonnen”, da der Aufstieg zur Bergkirche doch mühsam ist. Vom architektonischen Standpunkt aus soll aber kein Vergleich „angestrengt” werden. Jede der beiden Kirchen hat ihre besondere Schönheit.
 
 
Die Kirche am Siechhof
 
Die Kirche am Siechhof wurde etwa zur Hälfte des 16. Jh. erbaut. Der Siechhof war - wie es der Name sagt - ein Leprosorium, wo es für die Kranken auch eine Schule gab. Die „Kuriosa” der Siechhofkirche sind eine Außenkanzel (existiert auch heute noch) und ein Fenster für die Reichung des Abendmahls (heute zugemauert). Zur Zeit ist die Siechhofkirche der griechisch-katholischen Gemeinde in „Verwahrung” gegeben.