Evangelische Kirchengemeinde A.B. Schäßburg
Gottesdienst, Jubilate, 25. April 2021, 

Duminica Jubilate, 25 aprilie 2021, serviciu divin

2021. április 25-en, Jubilate, Istentisztelet



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Wochenspruch:
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Korinther 5,17)

Psalm 66 i. A.
1. Jauchzet Gott, alle Lande! / Lobsinget zur Ehre seines Namens; rühmet ihn herrlich! … 4. Alles Land bete dich an und lobsinge dir, / lobsinge deinem Namen. 5. Kommt her und sehet an die Werke Gottes, / der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern. … 7. Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich, / seine Augen schauen auf die Völker. … 8. Lobet, ihr Völker, unsern Gott, / lasst seinen Ruhm weit erschallen, 9. der unsere Seelen am Leben erhält / und lässt unsere Füße nicht gleiten.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Evangelium: Johannes 15,1 - 8
1. Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. 2. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. 3. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 4. Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. 5. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. 6. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. 7. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. 8. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.                                                  
Lob sei Dir, o Christe!

Liebe Schwestern und Brüder!
Die Bildrede von dem „wahren Weinstock“ ist einer der bekanntesten Bibeltexte und gehört zu den so genannten „Ich bin“ – Worten des Johannesevangeliums (so ähnlich wie das Bild vom guten Hirten, welches am vergangenen Sonntag zur Sprache kam). Jesus erläutert hier in besonders anschaulicher Weise mit Hilfe von Bildern, die an den menschlichen Alltag angelehnt sind, sein Wesen und seine Beziehung zu den Menschen. Das Wort vom wahren Weinstock thematisiert die außerordentlich erfreuliche Situation des Christen nach dem Osterereignis bzw. die intensive Beziehung, die der Christenmensch zu dem auferstandenen Christus nun haben kann und haben soll. 
Nachdem der Gottessohn durch Tod und Auferstehung alles Erforderliche dafür getan hat, dass der sündige Mensch zu einer ewigen Gottesbeziehung kommen kann, liegt es nun an dem Christen selber, dieses Angebot anzunehmen, bzw. „in Christus zu bleiben“. Das wird veranschaulicht durch die mit dem Weinstock verbundene Rebe. Am Weinstock (und nur an dem Weinstock) sind der Rebe die optimalen Bedingungen geboten, Frucht zu bringen. Jede Rebe die Frucht bringt, wird dazu animiert noch produktiver zu werden, indem sie von dem Winzer gepflegt und gereinigt wird. Das hört sich zunächst durchaus positiv an. Aber wer sich ein bisschen mit Weinbau auskennt, der weiß, dass – wenn man strikt bei dem Vergleich bleibt – es so einfach, NICHT ist. Reinigung bedeutet in diesem Fall Beschneidung und Schmerz; im Frühjahr, wenn der Saft steigt, dann – so heißt es im Volksmund – „weint“ der Weinstock. Es kann Situationen geben, in denen die Frucht nicht aus eigenem Verschulden ausbleibt. Im Winter können Teile oder ganze Weinstöcke abfrieren. Oder aber können Schädlinge die Rebe zerstören. An dieser Stelle wird der werbende Jesus in seinen Aussagen plötzlich hart. Bedrohlich klingt es, wenn jenen Reben die KEINE Frucht bringen, das Feuer angedroht wird. 
Eine Spannung ergibt sich daraus, die sich zwischen zwei Fragen bewegt: EINERSEITS: Ist nicht sowieso alles schon vorherbestimmt? & ANDERERSEITS: Können wir aus eigener Kraft nicht doch etwas tun? Beide Fragen sind in ihrer Komplementarität zulässig. Wir haben alles von Gott zu erwarten und sind dennoch gerufen aktiv zu sein. Gott tut das Wesentliche, das Entscheidende. Wenn wir mit ihm verbunden bleiben (wozu unsererseits eine gewisse Anstrengung erforderlich ist), dann bieten sich uns die Möglichkeiten, die Gott selber schafft und die lassen uns froh werden. Nicht zufällig ist ein reich tragender Weinstock, Symbol der Lebensfreude. 
Als Rebe am Weinstock bleiben heißt – aus Dankbarkeit zu Gott – das zu tun, was uns zu tun aufgetragen ist, im Einklang mit Mensch und Natur zu leben. Die Zusage Jesu, die dann Wirklichkeit werden soll, wenn man als Rebe am Weinstock bleibt, ist eine großartige: „Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.“ Darum lasst uns das tun, wozu uns die österliche Freudenzeit und besonders der Name des heutigen Sonntages auffordert: „Jubilate!“ Amen.

Hauptgebet:
Allmächtiger Gott, Schöpfer aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. Du hast uns in Christus eine ewige Erlösung bereitet und willst, dass wir uns in dieser Welt auf Deine Ewigkeit vorbereiten. 
Wir bitten Dich segne alle, die in dieser Freudenzeit das Wort von der Auferstehung hören und lass deine Kraft sich wirksam unter uns erweisen.
Wir bitten Dich für jene die Leitungsfunktionen haben in allen Bereichen des öffentlichen Lebens: gib ihnen Kraft und Weisheit für ihr Amt. Wir bitten Dich aber auch für jene, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen: halte Deine Hand über sie zu Trost und Hilfe. 
Vaterunser im Himmel / Geheiligt werde Dein Name / Dein Reich komme / Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. / Unser tägliches Brot gib uns heute / Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigeren. / und führe uns nicht in Versuchung, / sondern erlöse uns von dem Bösen. / Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Segen:
Es segne und behüte Euch der allmächtige und barmherzige Gott: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. 
Amen.

Musikalische Begleitung:
Sopran: Renáta Gebe-Fügi
Violine: Dávid Csibi
Orgel: Dr. Erich Türk


Es gilt das von der Kanzel gesprochen Wort!

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