Evangelische Kirchengemeinde A.B. Schäßburg
Gottesdienst, Pfingsten, 23. Mai 2021, 

Duminica Rusaliile, 23 mai 2021, serviciu divin

2021. május 23-an, Pünkösd, Istentisztelet


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Wochenspruch:
Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. (Zacharia 4,6c)

Psalm 100,1 - 5
1. Jauchzet dem HERRN, alle Welt! 2. Dienet dem HERRN mit Freuden, / kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! 3. Erkennet, dass der HERR Gott ist! / Er hat uns gemacht und nicht wir selbst / zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. 4. Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, / zu seinen Vorhöfen mit Loben; / danket ihm, lobet seinen Namen! 5. Denn der HERR ist freundlich, / und seine Gnade währet ewig / und seine Wahrheit für und für.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Johannes 16,5 – 7.13
5. Jesus sprach zu seinen Jüngern: „Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: ‚Wo gehst du hin?’ 6. Doch weil ich das zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer. 7. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. ... 13. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“
Der Herr segne sein Wort an unsern Herzen!

Liebe Schwestern und Brüder!
Zu Pfingsten gedenken wir der Gestaltwerdung der ältesten Institution, die es auf dieser Erde gibt: die KIRCHE. Durch ihre Existenz und ihr Handeln bezeugt sie das Wirken Gottes unter uns. Dabei beginnt das Ganze aber gar nicht optimistisch. Die biblischen Geschichten um dieses Fest – so auch das gehörte Fragment aus dem Johannesevangelium – erzählen von einem Abschied. Abschiede sind keineswegs angenehm und erfüllen einen in der Regel mit Traurigkeit. Mit der Zusage Jesu, dass jemand an seine Stelle tritt, können die Jünger zunächst nicht viel anfangen. ER erklärt seinen Jüngern aber Sinn und Zweck seines Weggangs und nimmt dabei vorweg, was sich am Tage der Pfingsten und danach (bis auf den heutigen Tag!) erfüllen sollte und jeweils neu erfüllt. Der unsichtbare Gott hat sich auf und an die Seite der Menschen gestellt und tut dies bis heute noch. So wie Gott seinerzeit durch Jesus Christus den Jüngern gegenwärtig war, so dokumentiert er seine Gegenwart unter den Menschen mit seinem Geist.
Aber genau hier liegt das Problem und an dieser Stelle sind wir nicht sehr anders als die Jünger damals. Wenn wir mit einer gegebenen Situation zufrieden sind [so wie es die Jünger mit der Anwesenheit Jesu waren], dann meinen wir, es könnte oder müsste immer so weiter gehen. Wir verschwenden keinen Gedanken an eine Veränderung. Warum auch, wenn doch alles bestens läuft! Umso überraschter sind wir dann, wenn wir dann erkennen, dass alles seine Zeit hat. Und die Zeiten ändern sich; manchmal schlagartig. Doch gerade Veränderungen bergen große Chancen in sich. Die eigene Verantwortung ist gefragt. Es ist so ähnlich, wie wenn ein Kind erwachsen wird und seinen eigenen Weg zu gehen beginnt. Als eine solche Chance versucht Jesus den Jüngern sein Weggehen zu erklären. Sie werden ohne ihn zu Recht kommen müssen, und es wird sogar gut sein, dass er geht. Es liegt an ihnen zu beherzigen, was Jesus ihnen bis dahin auf den Weg mitgegeben hatte. Die Qualität unserer Beziehung zu Gott bleibt immer die gleiche; und zwar deshalb, weil Gott selber der Garant dieser Qualität ist. Das stellt das vorhin gehörte Bibelwort in eindrücklicher Weise heraus: den Jüngern wird erklärt, dass durch die Ausgießung des Heiligen Geistes, die Gott-Mensch-Beziehung neue Impulse bekommt. 
Wichtig und wesentlich [nicht nur für die Jünger damals, sondern für die ganze Christenheit bis heute, so auch für uns] ist daher die Botschaft: Gott lässt die Seinen nicht allein. Es wird kein Vakuum zurückbleiben, das in die Haltlosigkeit hineinführt. Der Heilige Geist wird uns – gemäß Jesu Aussage – die Augen auftun, im Blick darauf wie dieses Leben zu gestalten ist. Der Heilige Geist erhält bis heute – so wie Luther dies im Kleinen Katechismus formulierte – „die ganze Christenheit im rechten Glauben, heiligt und erleuchtet sie“. Daraus können wir Mut schöpfen auch (oder gerade) dann, wenn wir das Gefühl des Alleinseins nicht loswerden. Pfingsten bringt uns den unsichtbaren, unfassbaren und ungreifbaren Gott ganz nahe. Diese Botschaft dürfen wir mit Freude hören und in unsern Alltag mit hineinnehmen. Amen.

Hauptgebet:
Allmächtiger Gott wir danken Dir, dass Du durch die Ausgießung des Heiligen Geistes Deine Kirche auf Erden gegründet hast und bis auf den heutigen Tagen erhältst. Erneuere uns durch Dein Wort und Sakrament. Lenke durch Deinen Geist unsere Herzen, damit wir den Weg gehen, der zum Leben führt.
Wir bitten Dich für diese Welt. Rüste, die mit Verantwortung betrauten Menschen mit Gerechtigkeit und Weisheit aus, damit sie ihrer Verantwortung gerecht werden. Wir bitten Dich für die Vielen, die in tagtäglicher Anstrengung ihr Brot verdienen müssen. Gib ihnen Kraft und Freude. Wir bitten Dich für die von Krieg und Verfolgung, von Not und Krankheit Betroffenen; sie Menschen finden die ihnen beistehen und wende alles Leid. Sei gnädig den Sterbenden und lass unsere Toten in Deinem Frieden ruhen. Sei mit uns in Zeit und Ewigkeit.
Vater unser im Himmel / Geheiligt werde Dein Name / Dein Reich komme / Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. / Unser tägliches Brot gib uns heute / Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigeren. / und führe uns nicht in Versuchung, / sondern erlöse uns von dem Bösen. / Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit.
Amen.


Segen: Es segne und behüte euch der allmächtige und gnädige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. 
Amen.




Es gilt das von der Kanzel gesprochen Wort!

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