Evangelischer Kirchenbezirk A.B. Schäßburg
Bezirksgemeindetag in Pruden 
Pfingstmontag, 24. Mai 2021, 11 Uhr, Gottesdienst

Ziua Districtului Bisericesc Prod
Lunea Rusaliilor, 24 mai 2021, 11 ora, serviciu divin

Kerületi Plébániai Nap Pródban
2021. május 24-en, 11 órakor, Pünkösdhétfőn, Istentisztelet


online:
Pfingstmontag in Pruden (20.6.2021) online



Predigt zu Römer 8,1 – 2. 10 – 11

1. So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. 
2. Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. 
…
10. Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. 
11. Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Liebe Brüder und Schwestern!

Pruden ist wahrlich eine Pfingst-Gemeinde in dem Sinne, dass man hier lernen kann was es heißt, dass Gottes Geist, tot Geglaubtes lebendig machen kann, ja das er dies je neu tut. Einerseits lebt vor Ort kein einziges evangelisches Gemeindeglied mehr. Andererseits jedoch ist die Gemeinde der Neu-Prudener aus der Region Zwickau im Bundesland Sachsen in regelmäßigen Abständen aktiv hier vor Ort. Und dann gibt es hier ein kirchliches Leben – welches man sich für manch andere Kirchengemeinde nur wünschen würde.
Bei allen – geschichtlich und sozial bedingten – Unterschieden, ist es hier und heute ein wenig wie damals in Jerusalem, als die Apostel begabt wurden in vielen Sprachen zu predigen, und aufgrund dieser Verkündigung die erste christliche Gemeinde entstand. Damals wie heute hören Menschen die Frohe Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi und lassen sich vom Heiligen Geist inspirieren. Das lässt diese Menschen bei aller Unterschiedlichkeit dann doch ähnlich erscheinen; und zwar in dem Sinne ähnlich, dass sie sich nicht nur vom selben Glauben leiten lassen, sondern auch gleiche oder zumindest ähnliche Werte in dieser Welt vertreten. Das gilt natürlich für die Christenheit weltweit – erst recht aber gilt es für die – wir sagen es hier und heute mit einem Augenzwinkern – „sächsisch-sächsische“ Christengemeinde in Pruden. 

Dieser „sächsisch-sächsischen“ Gemeinde gilt die Verheißung, die wir bei Paulus gelesen haben und die lautet: „So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.“ Dieses Bibelwort aus dem Römerbrief gehört zu dem, was die Theologen das „Kernstück der paulinischen Theologie“ nennen. Antithetische Begriffspaare verbindet der Apostel hier in immer neuen Variationen miteinander: Leib und Geist; Sünde und Gerechtigkeit; Tod und Leben. Mit Hilfe dieser Antithesen erklärt der Apostel das Paradox christlicher Existenz in dieser Welt. Und seine Art christliche Existenz zu erklären war nicht nur der Gemeinde in Rom vor knapp 2 Jahrtausenden hilfreich. Sie ist es auch heute noch für uns. Einerseits spielt unser Leben sich im Kontext von Enderfahrungen ab, die wir individuell machen (das ist uns in den letzten Monaten wieder schmerzlich vor Augen geführt worden) oder aber auch als Gemeinschaft (und dafür ist gerade die Geschichte Prudens ein Beispiel). Die Begriffe Leib, Sünde und Tod stehen sinnbildlich für Unzufriedenheit, Schmerz und Not; sie stehen für das definitive Ende: den Tod des Individuums oder das Verlöschen einer Gemeinde. Andererseits aber – und das sollen wir uns heute neu zu Gemüte führen – sind wir bei Gott aufgehoben. Geist, Gerechtigkeit und Leben, sind die drei Begriffe, die kontrapunktisch zu den anderen drei (Leib, Sünde und Tod) stehen. Pfingsten ist das Fest der Christenheit, welches uns darauf hinweist, dass wir mit Gottes Geist begabt wurden und je neu begabt werden. Dieser Geist macht uns gerecht und verhilft uns dazu, Gottes Gerechtigkeit zu erfüllen. Und daraus resultiert das Leben, welches die Grenzen des irdischen Daseins überschreitet. 
Wir leben also einerseits in einer Welt der Sünde und des Todes. Auch wenn Wissenschaft und Technik der Menschheit ungeahnte Höhenflüge beschert haben, so sind diese Flüge letztendlich dann doch nur in einem begrenzten Raum möglich. Ob man dabei nun bis zum Mond, oder – wie in der letzten Zeit an den Bildschirmen gesehen – bis zum Mars gelangt, ändert nichts daran, dass unser Leib der Vergänglichkeit preisgegeben ist; oder – mit Paulus gesagt – dass er tot ist um der Sünde willen.
Andererseits aber werden wir durch den Geist Gottes bereits in dieser vergänglichen Welt dazu befähigt, über ihren Horizont hinaus einen Blick werfen zu können. Wichtig und wesentlich ist festzuhalten, dass – bereits unter den Bedingungen des Lebens in dieser Welt – der Geist Gottes wahres Leben schenkt. Dieses wahre Leben, welches der Heilige Geist generiert – an dessen Existenz es für den Christenmenschen keinen Zweifel gibt – gilt es bereits in dieser Welt zu erkennen und aus Gottes Hand dankbar anzunehmen. 

Der Geist Gottes ist die nie versiegende Kraftquelle für uns. Der Heilige Geist leitet den Christenmenschen dazu an, in einer Welt in der das Absurde an der Tagesordnung steht, das Rechte zu tun, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nicht auf unsere Fähigkeiten oder Stärken, sondern auf ihn sollen wir uns verlassen. Die Botschaft des heutigen Festes lautet: Wenn Gottes Geist in uns wohnt, dann gibt es keine Verdammnis für uns.

Iubiți frați și surori întru Hristos!
Pentru cei care nu stăpânesc limba germană rezum cele spuse în românește. Din Epistola către Romani a Sf. Apostol Pavel citesc primul verset din al optulea capitol: „Drept aceea nici o osândă nu este acum asupra celor ce sunt în Hristos Iisus.” 
Dragii mei! Pe de-o parte, viața noastră se desfășoară în contextul experiențelor pe care le facem în viața cotidiană, și anume: suntem confruntați zilnic cu păcatul și cu moartea. Pe de altă parte, însă – și acest lucru aș dori să-l conștientizăm din nou astăzi – Dumnezeu ne-a creat și ne creează zilnic posibilitatea, de a ieși din acest cerc vicios. Praznicul Rusaliilor ne amintește de faptul, că Sf. Duh s-a pogorât în lumea aceasta, ba chiar mai mult: noi ca și creștini am fost și suntem înzestrați cu Duhul lui Dumnezeu. Iar acest Duh ne ajută să dobândim neprihănirea în fața lui Dumnezeu. Acesta este darul neprețuit pe care îl primim: viața cea nouă, care transcende limitele existenței noastre pământești.
Credința, că jertfa de pe cruce a Mântuitorului nostru este calea de acces spre darul neprețuit despre care făceam vorbire: „Drept aceea nici o osândă nu este acum asupra celor ce sunt în Hristos Iisus.” Dumnezeu să ne binecuvânteze pe toți. 
Ein geistbegabtes Pfingstfest wünsche ich allen. Amen.


Es gilt das von der Kanzel gesprochen Wort!

Informationen zu Pruden

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