Evangelische Kirchengemeinde A.B. Schäßburg
Gottesdienst, Quasimodogeniti, 11. April 2021, 

Duminica Quasimodo Geniti, 11 aprilie 2021, serviciu divin

2021. április 11-en, Quasimodogeniti, Istentisztelet



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Wochenspruch:
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1. Petrus 1,3)

Psalm 116 i. A. 
5. Der HERR ist gnädig und gerecht, / und unser Gott ist barmherzig. 6. Der HERR behütet die Unmündigen; / wenn ich schwach bin, so hilft er mir. 7. Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; / denn der HERR tut dir Gutes. 8. Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, / mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten. 9. Ich werde wandeln vor dem HERRN / im Lande der Lebendigen. 13. Ich will den Kelch des Heils erheben / und des HERRN Namen anrufen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Evangelium: Johannes 20,19-29
19. Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! 20. Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. 21. Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22. Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! 23. Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. 24. Thomas aber, einer der Zwölf, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, kann ich's nicht glauben. 26. Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! 27. Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29. Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!            
Lob sei Dir, o Christe!

Liebe Schwestern und Brüder!
1) Wer gutgläubig ist, kann sehr leicht und sehr schnell Enttäuschungen oder Verletzungen erleben. Daher ist eine gesunde Portion Misstrauen im Alltag dieser Welt nicht fehl am Platz. Manchmal ist sogar das, was man mit eigenen Augen sieht irreal. Mit Hilfe modernster Computertechnik etwa, kann heutzutage jedes Bild nach Belieben manipuliert werden und das, was es darstellt, geändert oder sogar in sein Gegenteil verehrt werden. Man sieht etwas und hält es für die Darstellung der Wirklichkeit, dabei ist es eine Täuschung. Und was Menschen erzählen und versprechen kann erst recht nicht alles für bare Münze genommen werden. Selbst im Bezug zu ganz vertrauten Menschen, kommt mitunter die Frage hoch: Kann ich mich nun wirklich auf das was der oder die sagt verlassen? Sitze ich nicht etwa einem falschen Versprechen auf? 
2) Am Sonntag nach Ostern geht es genau um diese Frage: kann oder muss man alles glauben? Zunächst werden die Jünger Jesu, mit dem Unglaublichsten was es nur gibt konfrontiert. Es ist zugleich das zentrale Thema der Heilsgeschichte: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, am dritten Tag nach seiner Kreuzigung. Diese Menschen, welche Jesus zu Lebzeiten begleitet hatten, hatten mit allem gerechnet, nur mit der Auferstehung NICHT. Wie hätte es denn auch anders sein sollen? Allen voran, steht Thomas, der sonst im Evangelium (als er mit Jesus unterwegs war) keine besondere Erwähnung findet. Seine Haltung ist durchaus verständlich. Ihm ging es so, wie vielen andern Menschen damals und vielleicht auch uns heute. Was ihn besonders sympathisch erscheinen lässt, ist, dass Thomas mit seinem Zweifel ehrlich umgeht. Thomas nimmt das, was die andern ihm erzählen nicht einfach für bare Münze. Er will stichhaltige Beweise haben; er will im wahrsten Sinne des Wortes be-greifen. Vom gesunden Menschenverstand aus betrachtet ist diese Einstellung des Thomas mehr als verständlich.
3) Doch gerade in dieser Situation kommt Jesus ihm entgegen. Als Suchender bekommt Thomas die ganze Aufmerksamkeit, als der Auferstandene wieder unter den Jüngern erscheint. Sofort spricht Jesus ihn an und erfüllt ihm seinen Wunsch zu be-greifen, was im Grunde genommen un-be-greiflich ist. Indem er begreift, beginnt er zu glauben. Jesus reagiert nicht gereizt oder enttäuscht, sondern er nimmt Thomas in seinen Zweifeln und Anfechtungen ernst. Thomas wird darin bestärkt, dass er sein Vertrauen auf Gott setzen kann, was er dann auch tut indem er bekennt: „Mein Herr und mein Gott!“ Auch wenn jene Menschen, die blind vertrauen, seliggepriesen werden, so hat Thomas keinen Nachteil davon, dass er so blind nicht vertrauen kann. Das ist tröstlich für alle, die nicht gutgläubig sind. Die Auferstehung darf auch für sie Realität werden. Amen.

Hauptgebet:
Allmächtiger Gott, lieber himmlischer Vater, wir danken Dir, dass Du Deinen Sohn Jesus Christus aus dem Tode erweckt hast. Lass unsere Herzen fest werden in dem Glauben an den Sieg des Lebens.
Wir bitten Dich für Deine Kirche weltweit und vor Ort, dass sie Deine Wahrheit verkündigt und Menschen zu Dir führt. Wir bitten Dich für alle Not Leidenden und bitten Dich, hilf uns zur Normalität zu kommen.
Dir befehlen wir jene an, die besondere Verantwortung tragen: gib ihnen Weisheit und Mut für ihre Entscheidungen. Führe uns durch diese Zeit Deiner Herrlichkeit entgegen.

Vaterunser im Himmel / Geheiligt werde Dein Name / Dein Reich komme / Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. / Unser tägliches Brot gib uns heute / Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigeren. / und führe uns nicht in Versuchung, / sondern erlöse uns von dem Bösen. / Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.


Segen:   Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist

Amen.





Es gilt das von der Kanzel gesprochen Wort!

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